home galerie

    
Aktionsforschung
Grundlage der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit des INFOE
Grundlage der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit des INFOE bilden interdisziplinäre Studien und Gutachten über Ursachen, Auswirkungen und Zusammenhänge von Natur- und Kulturzerstörung auf allen Kontinenten. Soweit wie möglich werden sie auf Anfrage indigener Völker und in enger Zusammenarbeit mit ihnen erstellt. Ihre Ergebnisse sollen in erster Linie den betroffenen Menschen und ihrem traditionellen Lebensraum nutzen. Zusätzlich organisiert das INFOE regelmäßig Tagungen und Seminare. Dort werden Forschungsergebnisse vorgestellt, Theorien und Methoden diskutiert und politische Strategien entwickelt.
------------------------------

Beispiele für INFOE-Forschungsarbeiten

Radiologische Untersuchungen 1988 im Auftrag der Western Shoshone nahe dem Atomwaffentestgelände in Nevada/USA.
1988 eine Expertise zu Tropenholzalternativen für die Stadt Mönchengladbach.
Seit 1988 umfangreiche Recherchen über die Beteiligung deutscher Firmen an der Regenwaldzerstörung in Zentralafrika.
Eine 1989 veröffentlichte Studie über die umwelt- und menschengefährdenden Aktivitäten der Rheinbraun AG in Deutschland (Braunkohletagebau) und Australien (Uranabbau).
Ein 1991 entwickeltes Strategiepapier, das der Bundesregierung Richtlinien für einen die Rechte der Waldvölker respektierenden und schützenden Umgang empfiehlt.
Seit 1993 werden im Projekt 'Boreale Wälder' gemeinsam mit indigenen Organisationen und Forstwissenschaftlern Modelle zu ihrem Schutz und zur nachhaltigen Nutzung entwickelt. Es wird der Kahlschlag nordischer Wälder in Nordamerika, Skandinavien und Sibirien sowie die kulturelle und wirtschaftliche Gefährdung der Ureinwohner dort dokumentiert.
Im Sommer und Herbst 1995 unternahmen zwei INFOE-MitarbeiterInnen eine Fact-Finding-Mission in die Öl- und Gasfördergebiete Westsibiriens um Menschenrechtsverletzungen an der nomadischen Urbevölkerung zu dokumentieren. Die Ergebnisse flossen u.a. in einen Bericht an das UN-Komitee über Wirtschaftliche, Kulturelle und Soziale Rechte ein, der am 28. April 1997 in Genf vorgestellt worden ist.
Zur Zeit arbeitet infoe Schweiz an einer Studie über Ölförderung bei indigenen Völkern im weltweiten Vergleich. Bereits jetzt ist eine Ausgabe des infoeMagazins mit dem Schwerpunktthema Erdöl erhältlich